ServicePlus im Rems-Murr-Kreis
Die hohe Lebenserwartung sowie Ansprüche an ein komfortables und gesundheitsgerechtes Wohnen haben insbesondere bei der „älteren“ Generation – mittlerweile als Generation 55+ gekennzeichnet – zu einem hohen Bedarf bei baulichen Maßnahmen in diesen Altersgruppen geführt, besonders wenn noch gesundheitliche Beeinträchtigungen hinzukommen. Dabei ist gerade in dieser Generation 55plus in aller Regel eine gute finanzielle Basis festzustellen.
Zu diesen Ergebnissen kommt auch eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen, deren Fazit wie folgt zusammengefasst werden kann:
- das Interesse der älteren Generation an komfortablem und gesundheitsorientiertem
Wohnen in der Region Stuttgart ist vorhanden
- die ältere Generation ist bereit zu investieren
- Kompetenz und Qualität sind Pluspunkte für unser Handwerk
- Serviceleistungen sind für die Generation 55+ mehr als nur ein Zusatz
Unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr haben wir daher gemeinsam mit dem Kreisseniorenrat Rems-Murr-Kreis Innungsbetriebe aus den betroffenen Innungen, die sich für die Ausführung entsprechend altersgerechter Bau-, Umbau-, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen qualifiziert haben oder durch noch zu organisierende Fachkurse besonders qualifizieren wollen, in einer Fachgruppe „ServicePlus im Rems-Murr-Kreis“ zusammengefasst.
Interessierte Auftraggeber können diese zertifizierten Betriebe hier einsehen, hier herunterladen
zertifizierte Betriebe nach Orten sortiert
zertifizierte Betriebe nach Gewerken sortiert
oder über unsere Geschäftsstelle per Telefon (07151/95651- 0), per Telefax (07151/52195) oder Email (info@kh-rems-murr.de) anfordern - wir senden Ihnen die Liste der zertifizierten Betriebe zu.
Als Kundeninformation über unsere Fachgruppe ServicePlus können Sie sich gerne auch die Informationsbroschüre hier herunterladen!
Diese Fachgruppe wird mit diesem Logo, das auch in den Landkreisen Reutlingen und Esslingen eingeführt ist, in der Öffentlichkeit präsentiert mit dem Hinweis auf die besonderen Qualifikationen der zertifizierten Betriebe hinweisen. Nur diese Betriebe sind auch berechtigt, dieses Zeichen zu führen.
Durch die Kreisvereinigung der Volksbanken Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis wird die Fachgruppe "ServicePlus" mit einem namhaften Betrag in dankenswerter Weise unterstützt und damit kann auch insbesondere die Gründungsphase nachhaltig und problemlos durchgeführt werden. Auch die Regional- direkton Rems-Murr der IKK classic unterstützt unsere Fachgruppe und dieses Projekt nachhaltig mit der Bereitstellung der Schulungsordner.
Wenn Sie sich für eine Beteiligung an dieser Fachgruppe interessieren und insbesondere schon im Bereich altersgerechtes Bauen und Wohnen – oder auch im barrierefreien und behindertengerechten Bauen und Wohnen nach den entsprechenden Normen – praktische Erfahrungen gesammelt haben, so bitten wir Sie um Ihre hier anmelden an unsere Geschäftsstelle.
Diese Fachgruppe „ServicePlus im Rems-Murr-Kreis“ wird mit einem eigenständigen Logo in der Öffentlichkeit präsentiert und positioniert, wobei eine Zertifizierung mit entsprechenden Fachkursen, die vom Kreisseniorenrat und der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr mit Pro Fachhandwerk e.V. angeboten werden, erfolgen muss.
Die ersten sechs Qualifizierungskurse fanden schon statt, 78 Mitgliedsbetriebe nahmen daran teil. Die nächsten Kurse sind im Frühjahr 2011, die rechtzeitige Ausschreibung dieser Termine geht den interessierten Betrieben rechtzeitig zu bzw. werden nachstehend bekannt gegeben.
Bei Interesse bitte hier anmelden Weitere Informationen zum Projekt können landkreisübergreifend auch im Internet unter www.serviceplus-bw.de abgerufen werden.
Kreishandwerkerschaft Rems-Murr Kreisseniorenrat Rems-Murr-Kreis
Der Termin für die Grundschulung im Frühjahr 2012 wird an folgendem Termin durchgeführt:
Samstag, 24.03.2012, 9.00 - 17.00 Uhr
(Achtung, wurde vom 17.03. auf den 24.03. verschoben)
Bei Interesse bitte hier anmelden (der Anmeldeschluss wurde auf 05.03.2012 verschoben) oder
Flyer mit Anmeldung bitte hier herunterladen Flyer mit Anmeldung
8 Schulungstermine „Service plus“ erfolgreich durchgeführt 116 Handwerker/innen aus 97 Betrieben wurden am 10.10.2009, 28.11.2009, 05.12.2009, 23.01.2010, 13.02.2010, 13.03.2010, 26.03.2011 und 24.03.2012 zertifiziert Liste der zertifizierten Betriebe
Am Samstag, 24.03.2012, fand der achte Schulungstermin für Handwerksbetriebe der Kreishandwerkerschaft und des Kreisseniorenrates Rems-Murr in Waiblingen statt. 10 Handwerker/innen aus 8 Betrieben wurden dabei mit dem Qualitätssiegel „Geschulter Fachbetrieb Serviceplus“ als senioren- und behindertenfreundlicher Handwerksbetrieb zertifiziert. Damit konnten sich bisher insgesamt 116 Handwerker/innen aus 97 Betrieben im Rems-Murr-Kreis als entsprechende Fachbetriebe qualifizieren.
 Das Qualitätssiegel „Geschulter Fachbetrieb Serviceplus“ ist das neue Erkennungszeichen im Rems-Murr-Kreis für einen senioren- und behindertenfreundlichen Handwerksbetrieb, denn der Umgang mit älteren Menschen oder Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen erfordert oft ein besonderes Gespür. Was zeichnet nun einen Betrieb aus, der dieses Zeichen „Geschulter Fachbetrieb Serviceplus“ führt? Die Schulungsteilnehmer konnten sich einen Tag lang durch Vorträge und Simulationsübungen in die Lage versetzen, plötzlich körperlich nicht mehr fit zu sein. Sie erfuhren Wichtiges über das Altern: Was ist normal, wann wird es krankhaft und wie gehe ich als Handwerker damit um? Was heißt barrierefreies Bauen und wie kann individuelle Wohnanpassung aussehen, sowohl für Menschen mit Demenz als auch für Rollstuhlfahrer und Benutzer eines Rollators.
Durch die sehr kompetente/n Referentin/en
- Mathias Hahn, Oberarzt am Kreiskrankenhaus Schorndorf, Leiter Schwerpunkt für Altersmedizin - Falk Dieter Widmaier aus Schorndorf, stellv. Vorsitzender des Kreisseniorenrats Rems-Murr-Kreis - Klaus Lebsanft, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus Stuttgart bzw. Dr. Thomas Lang, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus Weinstadt-Endersbach - Silke Strecker, Helena Zonaras bzw. Heidrun Müller-Wilske "Geriatrisches Zentrum" der Universitätsklinik Tübingen mit dem Alterssimulationsanzug - Jutta Kraak, die als Moderatorin durch die Schulungen führte, wurden die teilnehmenden Handwerker/innen umfassend und intensiv in die Lebenssituationen, Interessen, Belange, Bedürfnisse und Anforderungen der älteren Generation eingeführt, über rechtliche Grundlagen informiert und mit praktischen Handlungsempfehlungen qualifiziert. Die Rollifahrer Simon Maier, Herr Epp, Herr Fischer bzw. Maria Christina Hallwachs nahmen die Teilnehmer mit Berichten aus dem Alltagsleben und dann auch praktisch in die Welt eines Rollstuhlfahrers mit. Auf dem Gelände des Berufsbildungswerks war von den Handwerkern ein Rollstuhl-Parcours mit verschiedenen alltäglichen Hindernissen zu bewältigen. Hier mussten die Teilnehmer den Weg per Rollstuhl zurücklegen. Keine einfache Aufgabe. Mit vielen Tipps von Simon Maier haben die Teilnehmer ohne Stürze den Weg zurückgelegt. Dieses Erlebnis war für alle Teilnehmer sehr beeindruckend, alle waren froh und dankbar, nicht darauf angewiesen zu sein. Sie können sich aber mit dieser Erfahrung viel intensiver in die Welt eines Rollstuhlfahrers hineindenken.
Ebenso hinterließ bei allen Teilnehmern/innen die Erfahrung mit dem Alterssimulationsanzug einen nachhaltigen Eindruck. Wie beschwerlich das alltägliche Leben für alte Menschen sein kann und selbst einfache Aufgaben - wie z.B. Treppensteigen, Sehen, Hören und Fühlen - nur unter großer Mühe bewältigt werden können, konnten die Teilnehmer/innen mit diesem Anzug sehr eindrucksvoll "am eigenen Leib" erfahren und spüren.
Alles in allem eine gelungene „Serviceplus-Schulung“ – dies war auch das Fazit der 106 Teilnehmer/innen aus 89 Betrieben der bisherigen ssieben Grundschulungen. Die Teilnehmer aus dem Handwerk konnten sich wirklich in einen alten oder behinderten Menschen „einfühlen“. Sicher werden die Seniorinnen und Senioren oder die Menschen mit Einschränkungen von den geschulten Betrieben künftig pünktlich und gut beraten. Sie erhalten u.a. auch deutlich und mit großen Buchstaben geschriebene Angebote und Rechnungen und bringen ausreichend Zeit für Beratungsgespräche und die Durchführung der anstehenden Aufgaben mit. Aus der Hand von Kreishandwerksmeister Roland Wöhr (10.10.2009 und 13.03.2010), stv. KHM Herbert Hofmaier (28.11.2009), Geschäftsführer Joachim Rapp (05.12.2009, 13.02.2010 und 26.03.2011) und KHM Wöhr/stv. KHM Herbert Titze (23.01.2010) sowie dem Vorsitzenden des Kreisseniorenrats Rems-Murr Heinz Weber und dessen Stellvertreter Falk-Dieter Widmaier erhielten die qualifizierten hier genannten Betriebe ihre Zertifikate und Teilnahmebestätigungen als "Geschulter Fachbetrieb Serviceplus im Rems-Murr-Kreis“, wobei am 28.11.2009 die Übergabe der Zertifikate durch Herrn Landrat Johannes Fuchs gemeinsam mit Herrn Hofmaier erfolgte.
Zur behindertengerechten Ausstattung des WC's im Gästehaus des BBW, das auch Teil des Rollstuhlparcours ist, überreichte KHM Roland Wöhr an den Geschäftsführer des BBW Herrn Gaag einen klappbaren Haltegriff, der vom Förderverein der Kreishandwerkerschaft Pro Fachhandwerk e.V. gestiftet und von Herrn Wöhr hergestellt wurde.
Weitere Informationen zum Projekt können landkreisübergreifend auch im Internet unter www.serviceplus-bw.de abgerufen werden.











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